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Einblicke für Betriebe zur beruflichen Eingliederung

Fachtag „Inklusiver Arbeitsmarkt“

Was machen eigentlich Werkstätten für Menschen mit Behinderung und was bedeuten Begriffe wie Praktika, BÜWA oder Budget für Arbeit?
Diese und viele andere Fragen wurden am Fachtag „Inklusiver Arbeitsmarkt“ am 29. April 2024 im Magnobonus-Markmiller-Saal der Barmherzigen Brüder beantwortet.

Eingeladen hatten zu diesem Tag die Werkstätten für Menschen mit Behinderung der Barmherzigen Brüder und der Katholischen Jugendfürsorge sowie die IHK, ein besonderes Ereignis, wie auch Oberbürgermeister Markus Pannermayr in seinen Grußworten betonte.

Franz Brunner, Werkstattleiter der Barmherzigen Brüder, begrüßte die rund 50 Gäste, die gekommen waren um sich zu informieren und Kontakte zu knüpfen.

Die Grußworte von Markus Pannermayr, Christoph Kämpf, Vizepräsident der IHK Niederbayern und Andreas Aichinger, der in Vertretung für Landrat Josef Laumer kam, eröffneten anschließend inhaltlich den Tag. Dabei waren Themen wie die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und die Debatte um Inklusion genauso Thema wie der Fachkräftemangel bzw. Mangel an Arbeitskräften allgemein.

Einig waren sich die Redner, dass eine Öffnung der Betriebe für Menschen mit Behinderung ein Gewinn für alle Beteiligten sein kann. „Der heutige Fachtag ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, so Andreas Aichinger.

Rene Bolterauer, Dichtungstechnik Wallstabe & Schneider und Christoph Kämpf von der Karmeliten Brauerei berichteten anschließend von ihrer guten Zusammenarbeit mit den beiden Werkstätten.
Eine Erfolgsgeschichte – in allen Bereichen.

Kerstin Laumer und Ingrid Schultes von der KJF brachten den Gästen im Anschluss Begriffe wie BÜWA oder Budget für Arbeit näher und berichteten, was dabei der Gewinn für Betriebe sein kann.

In der anschließenden Podiumsdiskussion, erfrischend moderiert von Tobias Utters, Deutscher Caritasverband Landesverband Bayern e.V., kamen wichtige Vertreter:innen zu Wort. Birgit Beck vom Bezirk Niederbayern, Herbert Weinberger von der Agentur für Arbeit, Franz Eberl, Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) und Hans-Joachim Baumert, Beschäftigter der KJF Werkstatt, diskutierten Fragen, wie ein inklusiver Arbeitsmarkt aussehen könnte, wie dies gelingen kann und wie eine Unterstützung konkret aussehen kann. Spezielle Schulungsprogramme, Lohnkostenzuschüsse oder ein möglicher Eingliederungszuschuss waren dabei nur einige Themen, die Licht ins Dunkel brachten.

Für manche Betriebe können die geltenden Vorgaben zunächst verwirrend erscheinen. Der Apell dieses Fachtages ist aber ganz klar: Trauen Sie sich und nehmen Sie Kontakt mit den Ansprechpartner:innen auf! Es ist ein Gewinn für alle Beteiligten und gar nicht so schwer. Die beschriebenen Beispiele zeigen es in bester Weise auf.