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Vielfalt ist selbstverständlich

5. Mai: Europäischer Protesttag von Aktion Mensch

 

„Inklusion ist uns eine Herzensangelegenheit! Wir setzen uns ein für eine barrierefreie Gesellschaft, in der Vielfalt selbstverständlich ist.“ So steht es auf der Homepage von Aktion Mensch. Seit 1964 – damals noch als Aktion Sorgenkind – setzt sich die Organisation intensiv und facettenreich für Menschen mit Behinderung ein. „Ohne sie wären wir heute wahrscheinlich nicht so weit, wie wir sind“, ist sich Michael Kiefl sicher. Der Bereichsleiter Wohnangebote schätzt die vielfältigen Projekte mit denen vor allem dafür Sorge getragen wird, dass für alle Betroffenen die uneingeschränkte und tatsächlich auch gleichberechtigte Teilhabe gilt.

„Das heißt generell, dass dafür Diskriminierung und Barrieren zum einen verhindert und zum anderen vor allem abgeschafft werden müssen“, bringt es Kiefl auf den Punkt. Und zwar in allen Bereichen, egal ob es um Bildung, Arbeit, Gesundheit oder das gesellschaftliche Leben überhaupt geht. All das spiegelt sich auch im Aufruf des Europäischen Protesttages am 5. Mai wider: „Menschenrechte sind nicht verhandelbar! Laut werden gegen Diskriminierung und Ausgrenzung – für Solidarität und Teilhabe!“ Darum unterstützen sie an diesem Tag viele Kampagnen, damit vor allem eines klar wird: Teilhabe ist kein Luxus, sondern Menschenrecht – und stärkt so nicht nur den Zusammenhalt, sondern auch die Demokratie. 

„In der Vergangenheit haben auch wir immer wieder Unterstützung erfahren“, freut sich der Bereichsleiter. Nicht nur über Fördergelder für verschiedene Bauprojekte, sondern beispielsweise auch bei der Finanzierung von Fahrzeugen. Die sind in vielerlei Hinsicht von Bedeutung: In den Wohnangeboten sind sie zum Einkaufen, für Arztbesuche oder ganz einfach nur Ausflüge nicht mehr wegzudenken. Eigentlich unerlässlich sind sie vor allem auch für die Arbeitswege. „Wir haben mittlerweile acht Standorte in den Landkreisen Cham, Schwandorf und Regensburg, ohne Fahrzeuge kämen die dortigen Bewohnerinnen und Bewohner gar nicht in unsere Werkstätten in Reichenbach und Regensburg“, verdeutlicht Kiefl die Situation. 

Mit ihm dürfen sich ausgesprochen viele in ganz Deutschland über die großartigen Aktion-Mensch-Beiträge freuen. Rund 9.500 unterschiedlichste Projekte wurden beispielsweise allein 2024 gefördert, insgesamt 239,2 Millionen Euro dafür zur Verfügung gestellt. 

„Inklusion beginnt im Kopf. Mit unseren Kampagnen machen wir deshalb immer wieder in der Gesellschaft darauf aufmerksam“, formulieren sie es Online. Und damit das nicht in Vergessenheit gerät, findet auch jedes Jahr der Protesttag statt. Seit über 30 Jahren veranstalten Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe- und -selbsthilfe in Deutschland Podiumsdiskussionen, Informationsgespräche, Demonstrationen und andere Aktionen. Es geht ihnen vor allem darum, die Kluft von dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichberechtigung für alle Menschen Stück für Stück zu überwinden.

Michael Kiefl: „Dem kann ich mich nur anschließen. Es war immer wichtig und bleibt immer wichtig Menschen mit Behinderung als absolut gleichberechtigte Mitglieder unserer Gesellschaft zu sehen.“ Und dafür setzt sich auch die gesamte gGmbH der Behindertenhilfe der Barmherzigen Brüder in Bayern ein. 

 

Im Bild: Michael Kiefl, hier im Gespräch mit den Bewohnervertretungen Marie Stangl und Markus Grundel, findet das Engagement von Aktion Mensch ausgesprochen wichtig.

Michael Kiefl spricht mit Marie Stangl und Markus Grundel

Foto: Michaela Matejka

Das sagen unsere Bewohner und Mitarbeiter

Das Fachwissen gepaart mit großer Empathie und konkreter Hilfestellung ist das, was uns von der Einrichtung Gremsdorf überzeugte.

Stefan Bauerfeind

Vorsitzender Autismus Mittelfranken e.V.

Der Zusammenhalt vom Personal und den Bewohnern ist gut und wir sind ein gutes Team. Es werden viele Unternehmungen ermöglicht, z.B. Tierpark-, Schwimmbadbesuch oder Urlaubsmaßnahmen in Kleingruppen gemeinsam mit Personal, was mir sehr gut gefällt.

Markus Grundel

Bewohner

Die Struktur tut mir gut. Ich kann selbstständiger und freier sein. Ich werde hier unterstützt flexibler zu werden und mit schwierigen Situationen besser zurecht zu kommen.

Yves Gorman

Bewohner

In Gremsdorf haben wir von Anfang an eine besondere Wertschätzung uns Eltern gegenüber und vor allem die unvoreingenommene Akzeptanz unserer autistischen Tochter erfahren.

Sabine Laskowski

Mutter und rechtliche Betreuerin

In jedem Menschen steckt ein kreativer Geist. Mut zu haben, seine Träume und Wünsche zu verwirklichen weckt in uns wunderbares. Es gibt uns Selbstvertrauen und stärkt unsere Persönlichkeit.

Simone Meister

Mitarbeiterin

Die Barmherzigen Brüder bieten in familiärer Atmosphäre hochprofessionelle Arbeit mit Herz, bei der personenzentriert gutes und gelingendes Leben ermöglicht wird.

Andreas Dirnberger

Fachdienstleiter

Mitten ins Leben – Mitten im Leben, hier können Menschen mit Behinderung ein buntes, stimmiges und erfülltes Leben führen.

Josefa Schalk

rechtliche Betreuerin, Mitglied im Beirat der Einrichtung und im CBP-Angehörigenbeirat

Ich finde es schön hier in Reichenbach. Ich habe Freunde und auch einen festen Partner gefunden. Bei der Erfüllung meiner Wünsche (z.B. Discofahrten, Kochen) unterstützt mich das Personal, das gefällt mir gut.

Melanie Graf

Bewohnerin

Ich wohne schon seit dem Jahr 2000 in Reichenbach und bin somit schon eins der Urgesteine hier. Der Zusammenhalt zwischen Personal und Bewohner ist super und meine Wünsche und Bedürfnisse werden beachtet (z.B. Urlaubsmaßnahme in einem Wellnesshotel in Bad Füssing mit einer Rückenmassage). Ich freue mich immer, wenn Personal und Freunde da sind, bis ich ins Bett gehe und auch schon wieder da sind, wenn ich aufstehe.

Hans-Jürgen Karl

Bewohner

Jeder Mensch hat seine eigenen ganz besonderen Talente und Fähigkeiten, die er in der Werkstatt so wie er es möchte mit einbringen kann. Die Beschäftigten in der Werkstatt sind Experten mit Leidenschaft. Familiär ist nicht nur ein Wort, sondern wir leben es täglich, gemeinsam mit den Beschäftigten.

Christian Keilmann

Werkstattleiter

Wichtig ist mir eine ehrliche Kommunikation, besonders bei Problemen zwischen den Betreuern der Wohngruppe, den Mitarbeitenden, der Werkstatt und den Eltern bzw. Betreuern/Bevollmächtigten, um das Beste für den Bewohner zu erreichen.

Heidi Blöcher

Mutter

Die schönsten Momente sind die, wenn die Bewohner Offenheit, Wertschätzung und Direktheit zeigen. Es kommt viel von ihnen zurück. Als Heilerziehungspflegerin weiß man am Ende des Tages, wieso man in der Arbeit war. Es ist mehr als nur Geld verdienen. Man hat Abwechslung, weil kein Tag wie der andere ist. Es kann sich jeder mit seinen Stärken, Hobbys und Interessen einbringen. Wir gestalten gemeinsam ein Zuhause.

Tatjana Karl

Mitarbeiterin

Ich wohne schon 28 Jahre in Reichenbach. Es gefällt mir gut, weil man selbständiger werden kann. Ich habe dabei noch ein bisschen Probleme, aber die Mitarbeitenden unterstützen mich hierbei gut. Ich verstehe mich auch mit allen Bewohnern gut und das Gemeinschaftsgefühl ist super!

Andreas Devenich

Bewohner

In der Einrichtung fühlen sich die Bewohner zu Hause. Mein Wunsch wäre, eine noch bessere und effektive Zusammenarbeit zwischen der Einrichtung, Bewohner*innen, Angehörigen bzw. Betreuern und Beschäftigten.

Hans-Georg Blöcher

Vater und stellv. Vorsitzender Beirat am gemeinschaftlichen Wohnen

In Reichenbach herrscht stets freundliche und entspannte Atmosphäre. Das Miteinander der Bewohner, Mitarbeiter und Besucher ist geprägt von Herzlichkeit und Umsicht. Man kommt gerne hierher und weiß seine Liebsten in guten Händen. Da fällt das Weggehen leichter. Wertschätzung und Respekt, Förderung und Schutz, Gemeinschaft und Herzlichkeit machen Reichenbach zu einer zweiten Familie für unsere Liebsten, dafür bin ich sehr dankbar.

Monika Rivière

Mutter und rechtliche Betreuerin

Man hat gemeinsam Spaß, führt viele Gespräche, hört einander immer zu und hilft sich gegenseitig. Mitarbeiter und Bewohner sind gemeinsam ein super Team.

Dominik Roth

Bewohner

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