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Sichtbares Zeichen für gelebte Inklusion

Vierter oberbayerischer Außenstandort: neues Wohnhauses in Taufkirchen/Vils feierlich gesegnet

Einen besonderen Tag für das Wohnhaus in Taufkirchen an der Vils gab es im Juli: die feierliche Segnung 

Unter den Gästen und Festrednern konnte Geschäftsführer Ary Witte-Kriegner unter anderem den zweiten stellvertretenden Landrat Georg Els sowie Bürgermeister Stefan Haberl begrüßen. Beide richteten sehr wertschätzende Worte an die Bewohner:innen und Festgäste. Witte-Kriegner äußerte den Wunsch, dass dieses Haus ein Ort der Begegnung, des Miteinanders und des gelebten Zusammenhalts sein möge. Und er dankte dem inklusiven Veranstaltungsteam, das mit viel Engagement und Herzblut für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung gesorgt hat. 

Auszug aus seiner Rede:

"Wenn wir heute ein Haus segnen lassen, dann segnen wir mehr als Mauern, mehr als Türen, Fenster und Dächer. Wir segnen einen Ort, an dem Menschen leben werden. Einen Ort, an dem 24 Menschen mit Behinderung ihr Zuhause finden – mit allem, was ein Zuhause ausmacht: Geborgenheit, Selbstbestimmung, Nachbarschaft, Alltag, Freude, auch mal Streit und Versöhnung. Kurz: das Leben in seiner ganzen Fülle.

Und genau das ist der Grund, warum wir das tun, was wir tun.

Die Arbeit der Barmherzige Brüder Behindertenhilfe gründet nicht auf Verwaltungsvorschriften, nicht auf Kostensätzen und nicht auf Bauplänen – so notwendig diese im Alltag auch sind. Sie gründet auf einer einfachen, aber unumstößlichen Überzeugung: Jeder Mensch hat ein Recht darauf, mitten in der Gesellschaft zu leben. Die UN-Behindertenrechtskonvention hat dieses Recht auf Teilhabe völkerrechtlich verankert – aber im Grunde beschreibt sie nur in Paragraphen, was für uns als Teil der Gemeinschaft der Barmherzigen Brüder seit jeher gelebte Überzeugung ist: Hospitalität. Gastfreundschaft. Die Begegnung auf Augenhöhe.

Ein Wohnhaus wie dieses ist deshalb weit mehr als ein Bauprojekt. Es ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass Teilhabe kein Lippenbekenntnis bleibt, sondern konkret wird – in Taufkirchen an der Vils, einer Stadt, die gelebte Inklusion fördert, mitten im Ort, mitten unter Ihnen, liebe Nachbar:innen, die Sie diesen Menschen schon heute mit Offenheit begegnen.

Dass wir dieses Haus heute segnen lassen dürfen, verdanken wir vielen helfenden Händen und klugen Köpfen: den Verantwortlichen im Landkreis und in der Marktgemeinde, die dieses Projekt politisch und praktisch getragen haben; unserem Architekten Michael Naumann, der aus Plänen ein Zuhause gemacht hat; unserem Team um Frau Loch und Herrn Bäuerle, die dieses Haus mit Leben füllen werden; und nicht zuletzt und vor allem unseren Gastgerinnen und Gastgebern, den Bewohnerinnen und Bewohnern selbst, die diesem Haus erst seine eigentliche Seele geben."

 

 

Eine Gruppe von Festgästen - Frauen und Männer - hat sich für ein Erinnerungsfoto aufgestellt.
Eine Gruppe von Menschen mit Behinderung, die in Taufkirchen eine neue Heimat gefunden hat, zusammen mit Mitarbeitenden

Das sagen unsere Bewohner und Mitarbeiter

Das Fachwissen gepaart mit großer Empathie und konkreter Hilfestellung ist das, was uns von der Einrichtung Gremsdorf überzeugte.

Stefan Bauerfeind

Vorsitzender Autismus Mittelfranken e.V.

Der Zusammenhalt vom Personal und den Bewohnern ist gut und wir sind ein gutes Team. Es werden viele Unternehmungen ermöglicht, z.B. Tierpark-, Schwimmbadbesuch oder Urlaubsmaßnahmen in Kleingruppen gemeinsam mit Personal, was mir sehr gut gefällt.

Markus Grundel

Bewohner

Die Struktur tut mir gut. Ich kann selbstständiger und freier sein. Ich werde hier unterstützt flexibler zu werden und mit schwierigen Situationen besser zurecht zu kommen.

Yves Gorman

Bewohner

In Gremsdorf haben wir von Anfang an eine besondere Wertschätzung uns Eltern gegenüber und vor allem die unvoreingenommene Akzeptanz unserer autistischen Tochter erfahren.

Sabine Laskowski

Mutter und rechtliche Betreuerin

In jedem Menschen steckt ein kreativer Geist. Mut zu haben, seine Träume und Wünsche zu verwirklichen weckt in uns wunderbares. Es gibt uns Selbstvertrauen und stärkt unsere Persönlichkeit.

Simone Meister

Mitarbeiterin

Die Barmherzigen Brüder bieten in familiärer Atmosphäre hochprofessionelle Arbeit mit Herz, bei der personenzentriert gutes und gelingendes Leben ermöglicht wird.

Andreas Dirnberger

Fachdienstleiter

Mitten ins Leben – Mitten im Leben, hier können Menschen mit Behinderung ein buntes, stimmiges und erfülltes Leben führen.

Josefa Schalk

rechtliche Betreuerin, Mitglied im Beirat der Einrichtung und im CBP-Angehörigenbeirat

Ich finde es schön hier in Reichenbach. Ich habe Freunde und auch einen festen Partner gefunden. Bei der Erfüllung meiner Wünsche (z.B. Discofahrten, Kochen) unterstützt mich das Personal, das gefällt mir gut.

Melanie Graf

Bewohnerin

Ich wohne schon seit dem Jahr 2000 in Reichenbach und bin somit schon eins der Urgesteine hier. Der Zusammenhalt zwischen Personal und Bewohner ist super und meine Wünsche und Bedürfnisse werden beachtet (z.B. Urlaubsmaßnahme in einem Wellnesshotel in Bad Füssing mit einer Rückenmassage). Ich freue mich immer, wenn Personal und Freunde da sind, bis ich ins Bett gehe und auch schon wieder da sind, wenn ich aufstehe.

Hans-Jürgen Karl

Bewohner

Jeder Mensch hat seine eigenen ganz besonderen Talente und Fähigkeiten, die er in der Werkstatt so wie er es möchte mit einbringen kann. Die Beschäftigten in der Werkstatt sind Experten mit Leidenschaft. Familiär ist nicht nur ein Wort, sondern wir leben es täglich, gemeinsam mit den Beschäftigten.

Christian Keilmann

Werkstattleiter

Wichtig ist mir eine ehrliche Kommunikation, besonders bei Problemen zwischen den Betreuern der Wohngruppe, den Mitarbeitenden, der Werkstatt und den Eltern bzw. Betreuern/Bevollmächtigten, um das Beste für den Bewohner zu erreichen.

Heidi Blöcher

Mutter

Die schönsten Momente sind die, wenn die Bewohner Offenheit, Wertschätzung und Direktheit zeigen. Es kommt viel von ihnen zurück. Als Heilerziehungspflegerin weiß man am Ende des Tages, wieso man in der Arbeit war. Es ist mehr als nur Geld verdienen. Man hat Abwechslung, weil kein Tag wie der andere ist. Es kann sich jeder mit seinen Stärken, Hobbys und Interessen einbringen. Wir gestalten gemeinsam ein Zuhause.

Tatjana Karl

Mitarbeiterin

Ich wohne schon 28 Jahre in Reichenbach. Es gefällt mir gut, weil man selbständiger werden kann. Ich habe dabei noch ein bisschen Probleme, aber die Mitarbeitenden unterstützen mich hierbei gut. Ich verstehe mich auch mit allen Bewohnern gut und das Gemeinschaftsgefühl ist super!

Andreas Devenich

Bewohner

In der Einrichtung fühlen sich die Bewohner zu Hause. Mein Wunsch wäre, eine noch bessere und effektive Zusammenarbeit zwischen der Einrichtung, Bewohner*innen, Angehörigen bzw. Betreuern und Beschäftigten.

Hans-Georg Blöcher

Vater und stellv. Vorsitzender Beirat am gemeinschaftlichen Wohnen

In Reichenbach herrscht stets freundliche und entspannte Atmosphäre. Das Miteinander der Bewohner, Mitarbeiter und Besucher ist geprägt von Herzlichkeit und Umsicht. Man kommt gerne hierher und weiß seine Liebsten in guten Händen. Da fällt das Weggehen leichter. Wertschätzung und Respekt, Förderung und Schutz, Gemeinschaft und Herzlichkeit machen Reichenbach zu einer zweiten Familie für unsere Liebsten, dafür bin ich sehr dankbar.

Monika Rivière

Mutter und rechtliche Betreuerin

Man hat gemeinsam Spaß, führt viele Gespräche, hört einander immer zu und hilft sich gegenseitig. Mitarbeiter und Bewohner sind gemeinsam ein super Team.

Dominik Roth

Bewohner

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