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Schichtwechsel - Gelebte Inklusion

Beim Aktionstag tauschten fünf Gäste ihren Alltag gegen die Arbeit in unserer Werkstatt.

Auch in diesem Jahr haben wir uns am bundesweiten Aktionstag „Schichtwechsel“ beteiligt, der jährlich am 24. September stattfindet. Fünf Gäste aus Politik, Radio und Umweltplanung tauschten für einen Tag ihren gewohnten Arbeitsplatz gegen einen in unserer Werkstatt – und erhielten so einen ganz persönlichen Einblick in den Arbeitsalltag unserer Beschäftigten mit Behinderung. Mit dabei war auch eine Redakteurin von Radio Bamberg, die den Tag journalistisch begleitete und uns im Anschluss einen Audiobeitrag zur Verfügung gestellt hat.

https://www.radio-bamberg.de/mediathek/audio/schichtwechsel-fuer-einen-tag-die-perspektive-wechseln/

Vom Zuschauen zum Mitmachen

Der Aktionstag „Schichtwechsel“ bringt bundesweit Menschen mit und ohne Behinderung zusammen, um für einen Tag die Perspektive zu wechseln. Ziel ist es, durch persönliche Begegnung neue Sichtweisen zu eröffnen und das gegenseitige Verständnis zu stärken.

Begleitet wurden unsere Gäste jeweils von einem persönlichen Paten aus der Werkstatt, der ihnen den eigenen Arbeitsplatz vorstellte. Dabei blieb es nicht beim Zuschauen: Beim Nähen, Nageln und Leimen wurde selbst Hand angelegt – und so mancher Gast kam dabei durchaus ins Schwitzen. Unsere Beschäftigten wiederum zeigten sich als echte Expert:innen ihres Fachs und führten kompetent durch die Bereiche Kickerproduktion und Naturwerkstatt. Einige Besucher:innen waren von unseren Naturprodukten so begeistert, dass sie gleich vor Ort welche erwarben.

Einblicke in Werkstatt und Arbeitshilfen

Nach einem gemeinsamen Mittagessen führte Detlev Troll unsere Gäste durch die Werkstatt und stellten alle Arbeitsbereiche sowie die dazugehörigen Arbeitsvorrichtungen vor. Besonders beeindruckt zeigten sich die Teilnehmenden von den zahlreichen selbst entwickelten Hilfsmitteln, die wir mit viel Kreativität und Tüftelgeist eigens in unserer Einrichtung anfertigen – damit möglichst viele Menschen mit Behinderung Zugang zu den unterschiedlichen Arbeitsplätzen unserer WfbM erhalten.

Ein rundum gelungener Tag

In der Abschlussrunde fiel das Feedback durchweg positiv aus: Sowohl unsere externen Gäste als auch unsere Klient:innen erlebten einen bereichernden und gelungenen Tag. Mancher hätte sich sogar noch mehr Zeit in den einzelnen Arbeitsgruppen gewünscht, um noch tiefer in die jeweiligen Tätigkeiten eintauchen zu können.

Der Perspektivwechsel soll nun in die andere Richtung fortgesetzt werden: Gegenbesuche bei TNL Umweltplanung, Radio Bamberg sowie beim Bürgermeister von Höchstadt/Aisch sind bereits in Planung. So soll der Austausch nicht nur ein einmaliges Erlebnis bleiben, sondern langfristig zu einem besseren gegenseitigen Verständnis zwischen den Arbeitswelten beitragen.

Eine Gruppe von Personen hat sich in einem Raum für ein Foto aufgestellt und schaut in die Kamera.
Zwei Männern stehen an einer Werkbank, ein Mann schleift, während der andere Mann zuschaut.
Mehrere Personen stehen in einem Raum und hören einer Person zu, die auf einem Stuhl sitzt.
Zwei junge Frauen stehen in einer Werkstatt und lachen in die Kamera.
Zwei Frauen stehen in einer Werkstatt und unterhalten sich miteinander.

Das sagen unsere Bewohner und Mitarbeiter

Das Fachwissen gepaart mit großer Empathie und konkreter Hilfestellung ist das, was uns von der Einrichtung Gremsdorf überzeugte.

Stefan Bauerfeind

Vorsitzender Autismus Mittelfranken e.V.

Der Zusammenhalt vom Personal und den Bewohnern ist gut und wir sind ein gutes Team. Es werden viele Unternehmungen ermöglicht, z.B. Tierpark-, Schwimmbadbesuch oder Urlaubsmaßnahmen in Kleingruppen gemeinsam mit Personal, was mir sehr gut gefällt.

Markus Grundel

Bewohner

Die Struktur tut mir gut. Ich kann selbstständiger und freier sein. Ich werde hier unterstützt flexibler zu werden und mit schwierigen Situationen besser zurecht zu kommen.

Yves Gorman

Bewohner

In Gremsdorf haben wir von Anfang an eine besondere Wertschätzung uns Eltern gegenüber und vor allem die unvoreingenommene Akzeptanz unserer autistischen Tochter erfahren.

Sabine Laskowski

Mutter und rechtliche Betreuerin

In jedem Menschen steckt ein kreativer Geist. Mut zu haben, seine Träume und Wünsche zu verwirklichen weckt in uns wunderbares. Es gibt uns Selbstvertrauen und stärkt unsere Persönlichkeit.

Simone Meister

Mitarbeiterin

Die Barmherzigen Brüder bieten in familiärer Atmosphäre hochprofessionelle Arbeit mit Herz, bei der personenzentriert gutes und gelingendes Leben ermöglicht wird.

Andreas Dirnberger

Fachdienstleiter

Mitten ins Leben – Mitten im Leben, hier können Menschen mit Behinderung ein buntes, stimmiges und erfülltes Leben führen.

Josefa Schalk

rechtliche Betreuerin, Mitglied im Beirat der Einrichtung und im CBP-Angehörigenbeirat

Ich finde es schön hier in Reichenbach. Ich habe Freunde und auch einen festen Partner gefunden. Bei der Erfüllung meiner Wünsche (z.B. Discofahrten, Kochen) unterstützt mich das Personal, das gefällt mir gut.

Melanie Graf

Bewohnerin

Ich wohne schon seit dem Jahr 2000 in Reichenbach und bin somit schon eins der Urgesteine hier. Der Zusammenhalt zwischen Personal und Bewohner ist super und meine Wünsche und Bedürfnisse werden beachtet (z.B. Urlaubsmaßnahme in einem Wellnesshotel in Bad Füssing mit einer Rückenmassage). Ich freue mich immer, wenn Personal und Freunde da sind, bis ich ins Bett gehe und auch schon wieder da sind, wenn ich aufstehe.

Hans-Jürgen Karl

Bewohner

Jeder Mensch hat seine eigenen ganz besonderen Talente und Fähigkeiten, die er in der Werkstatt so wie er es möchte mit einbringen kann. Die Beschäftigten in der Werkstatt sind Experten mit Leidenschaft. Familiär ist nicht nur ein Wort, sondern wir leben es täglich, gemeinsam mit den Beschäftigten.

Christian Keilmann

Werkstattleiter

Wichtig ist mir eine ehrliche Kommunikation, besonders bei Problemen zwischen den Betreuern der Wohngruppe, den Mitarbeitenden, der Werkstatt und den Eltern bzw. Betreuern/Bevollmächtigten, um das Beste für den Bewohner zu erreichen.

Heidi Blöcher

Mutter

Die schönsten Momente sind die, wenn die Bewohner Offenheit, Wertschätzung und Direktheit zeigen. Es kommt viel von ihnen zurück. Als Heilerziehungspflegerin weiß man am Ende des Tages, wieso man in der Arbeit war. Es ist mehr als nur Geld verdienen. Man hat Abwechslung, weil kein Tag wie der andere ist. Es kann sich jeder mit seinen Stärken, Hobbys und Interessen einbringen. Wir gestalten gemeinsam ein Zuhause.

Tatjana Karl

Mitarbeiterin

Ich wohne schon 28 Jahre in Reichenbach. Es gefällt mir gut, weil man selbständiger werden kann. Ich habe dabei noch ein bisschen Probleme, aber die Mitarbeitenden unterstützen mich hierbei gut. Ich verstehe mich auch mit allen Bewohnern gut und das Gemeinschaftsgefühl ist super!

Andreas Devenich

Bewohner

In der Einrichtung fühlen sich die Bewohner zu Hause. Mein Wunsch wäre, eine noch bessere und effektive Zusammenarbeit zwischen der Einrichtung, Bewohner*innen, Angehörigen bzw. Betreuern und Beschäftigten.

Hans-Georg Blöcher

Vater und stellv. Vorsitzender Beirat am gemeinschaftlichen Wohnen

In Reichenbach herrscht stets freundliche und entspannte Atmosphäre. Das Miteinander der Bewohner, Mitarbeiter und Besucher ist geprägt von Herzlichkeit und Umsicht. Man kommt gerne hierher und weiß seine Liebsten in guten Händen. Da fällt das Weggehen leichter. Wertschätzung und Respekt, Förderung und Schutz, Gemeinschaft und Herzlichkeit machen Reichenbach zu einer zweiten Familie für unsere Liebsten, dafür bin ich sehr dankbar.

Monika Rivière

Mutter und rechtliche Betreuerin

Man hat gemeinsam Spaß, führt viele Gespräche, hört einander immer zu und hilft sich gegenseitig. Mitarbeiter und Bewohner sind gemeinsam ein super Team.

Dominik Roth

Bewohner

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