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Kultur zwischen Sawubona und Change

Führungskräfte aus ganz Bayern setzen sich bei einer Fachkonferenz mit Veränderungen in der Behindertenhilfe auseinander

SAWUBONA -

Ich sehe dich.
Du bist mir wichtig.
Ich schätze dich.

Mit diesem Gruß aus Südafrika, dem Land der Zulu, leitete Dr. Margit Gratz, Referentin Spiritual Care, Ethik und Hospitalität, die jüngste Fachkonferenz der Behindertenhilfe ein. SAWUBONA sorgte als Impuls für einen Moment des Innenhaltens bei den rund 50 Führungskräften und zog sich wie ein roter Faden durch die Vorträge und Workshops des Tages. Der Gruß wurde von Pater Peter Claver Narh, Provinzial der Steyler Missionare aufgegriffen, der über Interkulturalität - auch in Abgrenzung zu Multikulturalität und Transkulturalität - sprach. Und zudem von Prof. Peter Schmieder, der aufbauend auf Sawubona und kulturelle Unterschiede die Aufmerksamkeit auf das Thema Change richtete. 

In Anlehnung an den Wintereinbruch in Bayern am Veranstaltungstag zog Prof. Schmieder eine Verbindung zu notwendigen wie bevorstehenden Veränderungen in der Organisation: “Das, was wir heute an Wetterlage erfahren, wird auch die Wetterlage für die Barmherzigen Brüder in den nächsten Jahren werden. Und dafür brauchen wir eine angepasste Fahrweise.” Change, also ein echter Wandel, müsse auch immer ein Kulturwandel sein - ohne dabei der Werte der Barmherzigen Brüder über Bord zu werfen. Und es sei nur dann ein echter Wandel, wenn er zu einer Veränderung des Verhaltens bei den Mitarbeitenden führt.

Zwei Frauen und drei Männer - Veranstaltende sowie Referent:innen - haben sich zum Gruppenbild zusammengestellt

Veranstalter Hans Emmert (Vorsitzender Geschäftsführer, r.) und Organisatorin Doris Zwick (Leiterin der Abteilung Strategische Behindertenhilfeentwicklung, 2. v. l.) zusammen mit den Referent:innen Pater Peter Claver Narh (l.), Prof. Peter Schmieder (Mitte) und Dr. Margit Gratz (2. v. r.)

Viele Frauen und Männer sitzen an Tischen hintereinander in einem großen Saal und blicken Richtung Bühne.

Rund 50 Führungskräfte aus allen vier bayerischen Regionen nahmen an der Fachkonferenz der Behindertenhilfe teil.

Das sagen unsere Bewohner und Mitarbeiter

Das Fachwissen gepaart mit großer Empathie und konkreter Hilfestellung ist das, was uns von der Einrichtung Gremsdorf überzeugte.

Stefan Bauerfeind

Vorsitzender Autismus Mittelfranken e.V.

Der Zusammenhalt vom Personal und den Bewohnern ist gut und wir sind ein gutes Team. Es werden viele Unternehmungen ermöglicht, z.B. Tierpark-, Schwimmbadbesuch oder Urlaubsmaßnahmen in Kleingruppen gemeinsam mit Personal, was mir sehr gut gefällt.

Markus Grundel

Bewohner

Die Struktur tut mir gut. Ich kann selbstständiger und freier sein. Ich werde hier unterstützt flexibler zu werden und mit schwierigen Situationen besser zurecht zu kommen.

Yves Gorman

Bewohner

In Gremsdorf haben wir von Anfang an eine besondere Wertschätzung uns Eltern gegenüber und vor allem die unvoreingenommene Akzeptanz unserer autistischen Tochter erfahren.

Sabine Laskowski

Mutter und rechtliche Betreuerin

In jedem Menschen steckt ein kreativer Geist. Mut zu haben, seine Träume und Wünsche zu verwirklichen weckt in uns wunderbares. Es gibt uns Selbstvertrauen und stärkt unsere Persönlichkeit.

Simone Meister

Mitarbeiterin

Die Barmherzigen Brüder bieten in familiärer Atmosphäre hochprofessionelle Arbeit mit Herz, bei der personenzentriert gutes und gelingendes Leben ermöglicht wird.

Andreas Dirnberger

Fachdienstleiter

Mitten ins Leben – Mitten im Leben, hier können Menschen mit Behinderung ein buntes, stimmiges und erfülltes Leben führen.

Josefa Schalk

rechtliche Betreuerin, Mitglied im Beirat der Einrichtung und im CBP-Angehörigenbeirat

Ich finde es schön hier in Reichenbach. Ich habe Freunde und auch einen festen Partner gefunden. Bei der Erfüllung meiner Wünsche (z.B. Discofahrten, Kochen) unterstützt mich das Personal, das gefällt mir gut.

Melanie Graf

Bewohnerin

Ich wohne schon seit dem Jahr 2000 in Reichenbach und bin somit schon eins der Urgesteine hier. Der Zusammenhalt zwischen Personal und Bewohner ist super und meine Wünsche und Bedürfnisse werden beachtet (z.B. Urlaubsmaßnahme in einem Wellnesshotel in Bad Füssing mit einer Rückenmassage). Ich freue mich immer, wenn Personal und Freunde da sind, bis ich ins Bett gehe und auch schon wieder da sind, wenn ich aufstehe.

Hans-Jürgen Karl

Bewohner

Jeder Mensch hat seine eigenen ganz besonderen Talente und Fähigkeiten, die er in der Werkstatt so wie er es möchte mit einbringen kann. Die Beschäftigten in der Werkstatt sind Experten mit Leidenschaft. Familiär ist nicht nur ein Wort, sondern wir leben es täglich, gemeinsam mit den Beschäftigten.

Christian Keilmann

Werkstattleiter

Wichtig ist mir eine ehrliche Kommunikation, besonders bei Problemen zwischen den Betreuern der Wohngruppe, den Mitarbeitenden, der Werkstatt und den Eltern bzw. Betreuern/Bevollmächtigten, um das Beste für den Bewohner zu erreichen.

Heidi Blöcher

Mutter

Die schönsten Momente sind die, wenn die Bewohner Offenheit, Wertschätzung und Direktheit zeigen. Es kommt viel von ihnen zurück. Als Heilerziehungspflegerin weiß man am Ende des Tages, wieso man in der Arbeit war. Es ist mehr als nur Geld verdienen. Man hat Abwechslung, weil kein Tag wie der andere ist. Es kann sich jeder mit seinen Stärken, Hobbys und Interessen einbringen. Wir gestalten gemeinsam ein Zuhause.

Tatjana Karl

Mitarbeiterin

Ich wohne schon 28 Jahre in Reichenbach. Es gefällt mir gut, weil man selbständiger werden kann. Ich habe dabei noch ein bisschen Probleme, aber die Mitarbeitenden unterstützen mich hierbei gut. Ich verstehe mich auch mit allen Bewohnern gut und das Gemeinschaftsgefühl ist super!

Andreas Devenich

Bewohner

In der Einrichtung fühlen sich die Bewohner zu Hause. Mein Wunsch wäre, eine noch bessere und effektive Zusammenarbeit zwischen der Einrichtung, Bewohner*innen, Angehörigen bzw. Betreuern und Beschäftigten.

Hans-Georg Blöcher

Vater und stellv. Vorsitzender Beirat am gemeinschaftlichen Wohnen

In Reichenbach herrscht stets freundliche und entspannte Atmosphäre. Das Miteinander der Bewohner, Mitarbeiter und Besucher ist geprägt von Herzlichkeit und Umsicht. Man kommt gerne hierher und weiß seine Liebsten in guten Händen. Da fällt das Weggehen leichter. Wertschätzung und Respekt, Förderung und Schutz, Gemeinschaft und Herzlichkeit machen Reichenbach zu einer zweiten Familie für unsere Liebsten, dafür bin ich sehr dankbar.

Monika Rivière

Mutter und rechtliche Betreuerin

Man hat gemeinsam Spaß, führt viele Gespräche, hört einander immer zu und hilft sich gegenseitig. Mitarbeiter und Bewohner sind gemeinsam ein super Team.

Dominik Roth

Bewohner

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