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Film ab!

Absolvent:innen der Fachschule für Heilerziehungspflege feiern filmreifen Abschluss

Ein guter Film begeistert und berührt uns und manchmal denken wir immer wieder an besondere Szenen. Was macht einen guten Film aus? Es ist das Miteinander verschiedene Charaktere - alle Akteure sind wichtig. Es gibt keinen Film ohne Hauptdarsteller und Statisten, Regisseur oder Techniker.

Unter dem Motto „Film ab!“ feierten am 30. Juli 2026 die Absolventinnen und Absolventen der Johannes-Grande-Schule der Barmherzigen Brüder mit Wegbegleitern aus Beruf und Familie bei einem Gottesdienst ihren feierlichen Abschluss.

Pastoralreferentin Elke Wild beschrieb, dass die Ausbildungszeit einem facettenreichen Film gleicht. Spannende Szenen, Emotionen, unerwartete Wendungen und viele Darsteller. Die Feier bilde den „Cut“, den Schnitt zwischen der Ausbildung und dem Einstieg in den Beruf oder die nächste Stufe des Lebens. 

Fachschüler:innen und Dozent:innen blickten zurück auf die vergangenen Jahre voller Herausforderungen, bewegender Begegnungen und wertvoller Erfahrungen und in die berufliche Zukunft, in der die Menschen mit Behinderung die Hauptdarsteller sind. Die Absolvent:innen stehen am Ende einer intensiven Drehzeit – der Ausbildung. Sie haben ihr Handwerkszeug gelernt, kennen die Kameraeinstellungen, das Drehbuch und die Dramaturgie der Heilerziehungspflege und können so die Menschen mit Behinderung und ihre Lebensdrehbücher verstehen und gut begleiten. Sie haben das Ticket für die Filmfestspiele des Lebens in der Hand.

Im anschließenden weltlichen Teil der Feier begrüßte Schulleiter Marco Schleicher die Gäste und beglückwünschte die Absolvent:innen. Er dankte den Menschen, die als Praxisanleitung oder Kolleg:in den Weg durch die Ausbildung maßgeblich unterstützt haben und den Menschen, die zum Gelingen der Feier beigetragen haben.

In seiner Rede nahm er Bezug auf die Petition „Teilhabe ist Menschenrecht“, die sich gegen die Sparpläne in der Eingliederungshilfe richtet und einer der erfolgreichsten Bundestagspetitionen in der Geschichte war. Trotzdem wurde das Papier „Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen“ verabschiedet und die entsprechenden Spargesetze folgen. Marco Schleicher wünschte den Absolvent:innen, dass sie neben der Assistenz auch die anwaltschaftliche Perspektive, also den Einsatz für angemessene Rahmenbedingungen, in denen Teilhabe möglich wird, im Blick haben.

Er dankte den Schüler:innen für ihren Einsatz außerhalb des Unterrichts beim Podcast ScHEPs oder den Bereichen Umweltschule und Schule ohne Rassismus. Besonders würdigte er das Engagement von Schülersprecherin Allegra Bretschneider, die aufgrund dieses Einsatzes und ihrer hervorragenden schulischen Leistungen von Kultusministerin Anna Stolz als eine der besten Schülerinnen in Bayern geehrt wurde.

Frater Magnus vom Orden der Barmherzigen Brüder überbrachte die Grüße des Ordens und gratulierte den Absolvent:innen zur bestandenen Prüfung. „Sie haben den Dienst am Menschen mit Beeinträchtigung zu Ihrem Herzensjob gemacht. Ich möchte Ihnen auf Ihrem künftigen Weg zwei unserer Barmherzigen Brüder als Weggefährten zur Seite stellen.“ so der Ordensmann. Er ging auf das Leben von Johannes von Gott und den seligen Eustachius Kugler ein, die sich mit viel Herzblut für Menschen eingesetzt haben. 

Geschäftsführer Harald Auer würdigte den Einsatz der Frauen und Männer, die nun mit dem Abschluss für die vielen investierten Stunden belohnt werden. „Sie haben gelernt, mit Empathie und Respekt auf die Bedürfnisse anderer einzugehen, Menschen mit Behinderung modern und auf Augenhöhe zu begleiten und dabei als Herzensmensch auch schwierige Situationen zu meistern. In Ihrer Ausbildung haben sie nicht nur fachliches Wissen erworben, sondern auch wichtige soziale Kompetenzen entwickelt. Damit sind sie zu wertvollen professionellen Begleitern von Menschen mit Behinderungen geworden um diese Menschen in einer leider immer noch nicht inklusiven Gesellschaft zu unterstützen, zu begleiten und zu fördern“, so der Geschäftsführer. Auch er nahm Bezug auf die aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklung, zeigte sich aber zuversichtlich, dass Fachkräfte im sozialen Bereich nicht durch neue Techniken zu ersetzen sind.

Im Anschluss wurden die Zeugnisse überreicht und alle Absolvent:innen persönlich gewürdigt. Annette Aschenbrenner, Klassenleiterin der Heilerziehungspflegehilfe, stellte den Humor, den Zusammenhalt und das Engagement der Schüler:innen heraus, die zwischen Fachwissen und Leistungsnachweisen den Spagat zwischen Schule, Arbeit und Privatleben gemeistert haben.
Daniela Wrona-Dittrich, Klassenleiterin der Heilerziehungspflege, blickte auf die vergangenen Jahre zurück und gab den frischgebackenen Absolvent:innen mit auf den Weg: „Führt selber Regie, seid eure eigenen Hauptdarsteller und verliert dabei nie den Blick für die Menschen in einer vermeintlichen Nebenrolle. Sie sind meist die größten Künstler und unser aller Lehrmeister. Bleibt neugierig, bleibt mutig und zeigt Haltung – in dieser Zeit wichtiger denn je!“

 

 

 

Filmklappe

Filmklappe

Die Absolvent:innnen der Heilerziehungspflege

Die Absolvent:innnen der Heilerziehungspflege

Die Absolvent:innnen der Heilerziehungspflegehilfe

Die Absolvent:innnen der Heilerziehungspflegehilfe

Das sagen unsere Bewohner und Mitarbeiter

Das Fachwissen gepaart mit großer Empathie und konkreter Hilfestellung ist das, was uns von der Einrichtung Gremsdorf überzeugte.

Stefan Bauerfeind

Vorsitzender Autismus Mittelfranken e.V.

Der Zusammenhalt vom Personal und den Bewohnern ist gut und wir sind ein gutes Team. Es werden viele Unternehmungen ermöglicht, z.B. Tierpark-, Schwimmbadbesuch oder Urlaubsmaßnahmen in Kleingruppen gemeinsam mit Personal, was mir sehr gut gefällt.

Markus Grundel

Bewohner

Die Struktur tut mir gut. Ich kann selbstständiger und freier sein. Ich werde hier unterstützt flexibler zu werden und mit schwierigen Situationen besser zurecht zu kommen.

Yves Gorman

Bewohner

In Gremsdorf haben wir von Anfang an eine besondere Wertschätzung uns Eltern gegenüber und vor allem die unvoreingenommene Akzeptanz unserer autistischen Tochter erfahren.

Sabine Laskowski

Mutter und rechtliche Betreuerin

In jedem Menschen steckt ein kreativer Geist. Mut zu haben, seine Träume und Wünsche zu verwirklichen weckt in uns wunderbares. Es gibt uns Selbstvertrauen und stärkt unsere Persönlichkeit.

Simone Meister

Mitarbeiterin

Die Barmherzigen Brüder bieten in familiärer Atmosphäre hochprofessionelle Arbeit mit Herz, bei der personenzentriert gutes und gelingendes Leben ermöglicht wird.

Andreas Dirnberger

Fachdienstleiter

Mitten ins Leben – Mitten im Leben, hier können Menschen mit Behinderung ein buntes, stimmiges und erfülltes Leben führen.

Josefa Schalk

rechtliche Betreuerin, Mitglied im Beirat der Einrichtung und im CBP-Angehörigenbeirat

Ich finde es schön hier in Reichenbach. Ich habe Freunde und auch einen festen Partner gefunden. Bei der Erfüllung meiner Wünsche (z.B. Discofahrten, Kochen) unterstützt mich das Personal, das gefällt mir gut.

Melanie Graf

Bewohnerin

Ich wohne schon seit dem Jahr 2000 in Reichenbach und bin somit schon eins der Urgesteine hier. Der Zusammenhalt zwischen Personal und Bewohner ist super und meine Wünsche und Bedürfnisse werden beachtet (z.B. Urlaubsmaßnahme in einem Wellnesshotel in Bad Füssing mit einer Rückenmassage). Ich freue mich immer, wenn Personal und Freunde da sind, bis ich ins Bett gehe und auch schon wieder da sind, wenn ich aufstehe.

Hans-Jürgen Karl

Bewohner

Jeder Mensch hat seine eigenen ganz besonderen Talente und Fähigkeiten, die er in der Werkstatt so wie er es möchte mit einbringen kann. Die Beschäftigten in der Werkstatt sind Experten mit Leidenschaft. Familiär ist nicht nur ein Wort, sondern wir leben es täglich, gemeinsam mit den Beschäftigten.

Christian Keilmann

Werkstattleiter

Wichtig ist mir eine ehrliche Kommunikation, besonders bei Problemen zwischen den Betreuern der Wohngruppe, den Mitarbeitenden, der Werkstatt und den Eltern bzw. Betreuern/Bevollmächtigten, um das Beste für den Bewohner zu erreichen.

Heidi Blöcher

Mutter

Die schönsten Momente sind die, wenn die Bewohner Offenheit, Wertschätzung und Direktheit zeigen. Es kommt viel von ihnen zurück. Als Heilerziehungspflegerin weiß man am Ende des Tages, wieso man in der Arbeit war. Es ist mehr als nur Geld verdienen. Man hat Abwechslung, weil kein Tag wie der andere ist. Es kann sich jeder mit seinen Stärken, Hobbys und Interessen einbringen. Wir gestalten gemeinsam ein Zuhause.

Tatjana Karl

Mitarbeiterin

Ich wohne schon 28 Jahre in Reichenbach. Es gefällt mir gut, weil man selbständiger werden kann. Ich habe dabei noch ein bisschen Probleme, aber die Mitarbeitenden unterstützen mich hierbei gut. Ich verstehe mich auch mit allen Bewohnern gut und das Gemeinschaftsgefühl ist super!

Andreas Devenich

Bewohner

In der Einrichtung fühlen sich die Bewohner zu Hause. Mein Wunsch wäre, eine noch bessere und effektive Zusammenarbeit zwischen der Einrichtung, Bewohner*innen, Angehörigen bzw. Betreuern und Beschäftigten.

Hans-Georg Blöcher

Vater und stellv. Vorsitzender Beirat am gemeinschaftlichen Wohnen

In Reichenbach herrscht stets freundliche und entspannte Atmosphäre. Das Miteinander der Bewohner, Mitarbeiter und Besucher ist geprägt von Herzlichkeit und Umsicht. Man kommt gerne hierher und weiß seine Liebsten in guten Händen. Da fällt das Weggehen leichter. Wertschätzung und Respekt, Förderung und Schutz, Gemeinschaft und Herzlichkeit machen Reichenbach zu einer zweiten Familie für unsere Liebsten, dafür bin ich sehr dankbar.

Monika Rivière

Mutter und rechtliche Betreuerin

Man hat gemeinsam Spaß, führt viele Gespräche, hört einander immer zu und hilft sich gegenseitig. Mitarbeiter und Bewohner sind gemeinsam ein super Team.

Dominik Roth

Bewohner

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