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Erhalt des Schutzraums WfbM

Zu Gast in Straubing: 25. Bayerischer Werkstättentag am 22. April 2026

Nach dem Auftakt durch den Vorsitzenden der LAG WfbM Bayern, Peter Pfann, setzten die Grußworte wichtige Impulse: Staatsministerin Ulrike Scharf (Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales) richtete sich per Videobotschaft an die Teilnehmenden und sprach sich für ein gleichberechtigtes Nebeneinander von mehr inklusiver Beschäftigung und dem Erhalt des Schutzraums WfbM aus. Dr. Olaf Heinrich, Bezirkstagspräsident von Niederbayern, sowie Markus Pannermayr, Oberbürgermeister der Stadt Straubing und Vorsitzender des Bayerischen Städtetags, unterstrichen die Bedeutung der Werkstätten für Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt, machten andererseits aber auch deutlich, dass die Kommunen hohe finanzielle Defizite haben und sich dieses strukturelle Problem noch weiter zuspitzen werde. 


Im fachpolitischen Teil stand die Rahmenleistungsvereinbarung im Mittelpunkt. Stephan Mitesser vom Lebenshilfe Landesverband Bayern und Ann-Kathrin Magin (Bezirk Oberpfalz) stellten zentrale Ergebnisse vor. In der anschließenden Diskussion, moderiert von Tobias Utters, beteiligten sich neben Peter Pfann und Dr. Marje Mülder (Bezirk Oberpfalz) auch die LAG Werkstatträte Bayern. Deutlich wurde: Die Modellphase lieferte wichtige Erkenntnisse, zugleich besteht weiterer großer Klärungs- und Entwicklungsbedarf, insbesondere mit Blick auf erhöhten Unterstützungsbedarf! 
Die Umsetzung des neuen Fachkonzepts für den Eingangsbereich und Berufsbildungsbereich (EV/BBB) nahm Yvonne Schellin von der Regionaldirektion Bayern in den Blick und stellte das Qualitäts- und Leistungshandbuch als zentrale Grundlage für eine moderne und verlässliche Leistungserbringung vor.


Am Nachmittag stellte sich die neue Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e. V. (BAG WfbM), Dr. Kerstin Adolf-Wright,  der Mitgliedschaft vor und gab einen Überblick über die Perspektiven auf Bundesebene. Die folgende Mitgliederversammlung der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Bayern e.V. (LAG WfbM Bayern) beschloss den inhaltsreichen Tag mit wichtigen Weichenstellungen für die verbandspolitische Arbeit. 

Auf dem bayerischen Werkstättentag wurden aktuelle fachpolitische Entwicklungen aufgegriffen und kontrovers diskutiert, sowie wichtige finanziellen und strategischen Weichenstellungen für die Zukunft der Teilhabe am Arbeitsleben in Bayern adressiert. Einigkeit besteht, dass der fortlaufende Dialog zwischen Praxis, Politik und Leistungsträgern entscheidend ist, um die Teilhabe am Arbeitsleben nachhaltig weiterzuentwickeln. 

Der 25. Bayerische Werkstättentag hat eindrucksvoll gezeigt, wie intensiv sich die Werkstätten für Menschen mit Behinderung aktuell mit ihrer Weiterentwicklung auseinandersetzen

 

Text: Anne Lallemand/LAG WfbM Bayern e. V.

 

Auf dem Podium beim Bayerischen Werkstättentag 2026 sitzen je zwei Männer und zwei Frauen. Links und rechts von ihnen hängen Fahnen mit wichtigen Schlagwörtern wie Arbeit, Bildung und Teilhabe. Die Präsentation im Hintergrund ist mit "Fachlicher Austausch zur Bewertung der Modellphase" überschrieben. Im Vordergrund sind einige Hinterköpfe der Teilnehmenden zu sehen.

Das sagen unsere Bewohner und Mitarbeiter

Das Fachwissen gepaart mit großer Empathie und konkreter Hilfestellung ist das, was uns von der Einrichtung Gremsdorf überzeugte.

Stefan Bauerfeind

Vorsitzender Autismus Mittelfranken e.V.

Der Zusammenhalt vom Personal und den Bewohnern ist gut und wir sind ein gutes Team. Es werden viele Unternehmungen ermöglicht, z.B. Tierpark-, Schwimmbadbesuch oder Urlaubsmaßnahmen in Kleingruppen gemeinsam mit Personal, was mir sehr gut gefällt.

Markus Grundel

Bewohner

Die Struktur tut mir gut. Ich kann selbstständiger und freier sein. Ich werde hier unterstützt flexibler zu werden und mit schwierigen Situationen besser zurecht zu kommen.

Yves Gorman

Bewohner

In Gremsdorf haben wir von Anfang an eine besondere Wertschätzung uns Eltern gegenüber und vor allem die unvoreingenommene Akzeptanz unserer autistischen Tochter erfahren.

Sabine Laskowski

Mutter und rechtliche Betreuerin

In jedem Menschen steckt ein kreativer Geist. Mut zu haben, seine Träume und Wünsche zu verwirklichen weckt in uns wunderbares. Es gibt uns Selbstvertrauen und stärkt unsere Persönlichkeit.

Simone Meister

Mitarbeiterin

Die Barmherzigen Brüder bieten in familiärer Atmosphäre hochprofessionelle Arbeit mit Herz, bei der personenzentriert gutes und gelingendes Leben ermöglicht wird.

Andreas Dirnberger

Fachdienstleiter

Mitten ins Leben – Mitten im Leben, hier können Menschen mit Behinderung ein buntes, stimmiges und erfülltes Leben führen.

Josefa Schalk

rechtliche Betreuerin, Mitglied im Beirat der Einrichtung und im CBP-Angehörigenbeirat

Ich finde es schön hier in Reichenbach. Ich habe Freunde und auch einen festen Partner gefunden. Bei der Erfüllung meiner Wünsche (z.B. Discofahrten, Kochen) unterstützt mich das Personal, das gefällt mir gut.

Melanie Graf

Bewohnerin

Ich wohne schon seit dem Jahr 2000 in Reichenbach und bin somit schon eins der Urgesteine hier. Der Zusammenhalt zwischen Personal und Bewohner ist super und meine Wünsche und Bedürfnisse werden beachtet (z.B. Urlaubsmaßnahme in einem Wellnesshotel in Bad Füssing mit einer Rückenmassage). Ich freue mich immer, wenn Personal und Freunde da sind, bis ich ins Bett gehe und auch schon wieder da sind, wenn ich aufstehe.

Hans-Jürgen Karl

Bewohner

Jeder Mensch hat seine eigenen ganz besonderen Talente und Fähigkeiten, die er in der Werkstatt so wie er es möchte mit einbringen kann. Die Beschäftigten in der Werkstatt sind Experten mit Leidenschaft. Familiär ist nicht nur ein Wort, sondern wir leben es täglich, gemeinsam mit den Beschäftigten.

Christian Keilmann

Werkstattleiter

Wichtig ist mir eine ehrliche Kommunikation, besonders bei Problemen zwischen den Betreuern der Wohngruppe, den Mitarbeitenden, der Werkstatt und den Eltern bzw. Betreuern/Bevollmächtigten, um das Beste für den Bewohner zu erreichen.

Heidi Blöcher

Mutter

Die schönsten Momente sind die, wenn die Bewohner Offenheit, Wertschätzung und Direktheit zeigen. Es kommt viel von ihnen zurück. Als Heilerziehungspflegerin weiß man am Ende des Tages, wieso man in der Arbeit war. Es ist mehr als nur Geld verdienen. Man hat Abwechslung, weil kein Tag wie der andere ist. Es kann sich jeder mit seinen Stärken, Hobbys und Interessen einbringen. Wir gestalten gemeinsam ein Zuhause.

Tatjana Karl

Mitarbeiterin

Ich wohne schon 28 Jahre in Reichenbach. Es gefällt mir gut, weil man selbständiger werden kann. Ich habe dabei noch ein bisschen Probleme, aber die Mitarbeitenden unterstützen mich hierbei gut. Ich verstehe mich auch mit allen Bewohnern gut und das Gemeinschaftsgefühl ist super!

Andreas Devenich

Bewohner

In der Einrichtung fühlen sich die Bewohner zu Hause. Mein Wunsch wäre, eine noch bessere und effektive Zusammenarbeit zwischen der Einrichtung, Bewohner*innen, Angehörigen bzw. Betreuern und Beschäftigten.

Hans-Georg Blöcher

Vater und stellv. Vorsitzender Beirat am gemeinschaftlichen Wohnen

In Reichenbach herrscht stets freundliche und entspannte Atmosphäre. Das Miteinander der Bewohner, Mitarbeiter und Besucher ist geprägt von Herzlichkeit und Umsicht. Man kommt gerne hierher und weiß seine Liebsten in guten Händen. Da fällt das Weggehen leichter. Wertschätzung und Respekt, Förderung und Schutz, Gemeinschaft und Herzlichkeit machen Reichenbach zu einer zweiten Familie für unsere Liebsten, dafür bin ich sehr dankbar.

Monika Rivière

Mutter und rechtliche Betreuerin

Man hat gemeinsam Spaß, führt viele Gespräche, hört einander immer zu und hilft sich gegenseitig. Mitarbeiter und Bewohner sind gemeinsam ein super Team.

Dominik Roth

Bewohner

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