Nach dem Auftakt durch den Vorsitzenden der LAG WfbM Bayern, Peter Pfann, setzten die Grußworte wichtige Impulse: Staatsministerin Ulrike Scharf (Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales) richtete sich per Videobotschaft an die Teilnehmenden und sprach sich für ein gleichberechtigtes Nebeneinander von mehr inklusiver Beschäftigung und dem Erhalt des Schutzraums WfbM aus. Dr. Olaf Heinrich, Bezirkstagspräsident von Niederbayern, sowie Markus Pannermayr, Oberbürgermeister der Stadt Straubing und Vorsitzender des Bayerischen Städtetags, unterstrichen die Bedeutung der Werkstätten für Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt, machten andererseits aber auch deutlich, dass die Kommunen hohe finanzielle Defizite haben und sich dieses strukturelle Problem noch weiter zuspitzen werde.
Im fachpolitischen Teil stand die Rahmenleistungsvereinbarung im Mittelpunkt. Stephan Mitesser vom Lebenshilfe Landesverband Bayern und Ann-Kathrin Magin (Bezirk Oberpfalz) stellten zentrale Ergebnisse vor. In der anschließenden Diskussion, moderiert von Tobias Utters, beteiligten sich neben Peter Pfann und Dr. Marje Mülder (Bezirk Oberpfalz) auch die LAG Werkstatträte Bayern. Deutlich wurde: Die Modellphase lieferte wichtige Erkenntnisse, zugleich besteht weiterer großer Klärungs- und Entwicklungsbedarf, insbesondere mit Blick auf erhöhten Unterstützungsbedarf!
Die Umsetzung des neuen Fachkonzepts für den Eingangsbereich und Berufsbildungsbereich (EV/BBB) nahm Yvonne Schellin von der Regionaldirektion Bayern in den Blick und stellte das Qualitäts- und Leistungshandbuch als zentrale Grundlage für eine moderne und verlässliche Leistungserbringung vor.
Am Nachmittag stellte sich die neue Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e. V. (BAG WfbM), Dr. Kerstin Adolf-Wright, der Mitgliedschaft vor und gab einen Überblick über die Perspektiven auf Bundesebene. Die folgende Mitgliederversammlung der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Bayern e.V. (LAG WfbM Bayern) beschloss den inhaltsreichen Tag mit wichtigen Weichenstellungen für die verbandspolitische Arbeit.
Auf dem bayerischen Werkstättentag wurden aktuelle fachpolitische Entwicklungen aufgegriffen und kontrovers diskutiert, sowie wichtige finanziellen und strategischen Weichenstellungen für die Zukunft der Teilhabe am Arbeitsleben in Bayern adressiert. Einigkeit besteht, dass der fortlaufende Dialog zwischen Praxis, Politik und Leistungsträgern entscheidend ist, um die Teilhabe am Arbeitsleben nachhaltig weiterzuentwickeln.
Der 25. Bayerische Werkstättentag hat eindrucksvoll gezeigt, wie intensiv sich die Werkstätten für Menschen mit Behinderung aktuell mit ihrer Weiterentwicklung auseinandersetzen
Text: Anne Lallemand/LAG WfbM Bayern e. V.
