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"Schichtwechsel": Austausch auf Augenhöhe

Rekord-Beteiligung beim Aktionstag setzt starkes Zeichen für Inklusion

Im Rahmen des bundesweiten Aktionstags „Schichtwechsel“ tauschen am 25. September 2025 Beschäftigte aus Werkstätten für behinderte Menschen und Mitarbeitende des allgemeinen Arbeitsmarktes ihre Arbeitsplätze. Im Mittelpunkt standen dabei der Perspektivwechsel, der Austausch auf Augenhöhe sowie das gemeinsame Erleben von Arbeitsrealitäten.

Mit rund 370 teilnehmenden Werkstätten und insgesamt 4.800 Teilnehmenden – darunter 2.700 Beschäftigte aus Werkstätten und 2.100 Tauschpartner:innen aus Unternehmen – konnte der Aktionstag die Rekordbeteiligung aus dem Vorjahr erneut übertreffen. 
Das zeigt: Inklusion bewegt – und immer mehr Menschen sind bereit, aktiv daran mitzuwirken.

Auch in der Eustachius Kugler-Werkstatt der Barmherzigen Brüder Behindertenhilfe Niederbayern fand der Aktionstag mit großer Beteiligung statt. Mit dabei waren unter anderem Oberbürgermeister Markus Pannermayr, Vertreter:innen von Gruber Folien, TUM Campus Straubing, die Wirtschaftsförderung Straubing, BMW Group sowie Interatio MediTec. Koordiniert wurde der Tag von Alexander Schießl von der Wirtschaftsförderung der Stadt Straubing in Zusammenarbeit mit Werkstattleiter Franz Brunner.

„Wir brauchen in unserer Gesellschaft weiterhin mehr Inklusion, Respekt und echte Teilhabe. Der Aktionstag Schichtwechsel bietet dafür eine wunderbare Gelegenheit: Er öffnet Türen, schafft Begegnungen und lässt uns Arbeitswelten mit anderen Augen sehen.“, so Franz Brunner, Leiter der Eustachius Kugler-Werkstatt.

Oberbürgermeister Markus Pannermayr hob in seinen Worten die Bedeutung des Perspektivwechsels hervor: „Er ermöglicht eine Veränderung im Blickwinkel – und mit ihr wächst die Menschlichkeit.“

Die Teilnehmenden engagierten sich aktiv in den Werkstattgruppen und nutzten die Gelegenheit für Gespräche und einen offenen Austausch mit den Beschäftigten. In der Reflexionsrunde am Ende des Tages wurde das Miteinander in den Arbeitsgruppen, die Begeisterung und Leidenschaft, aber auch das hohe Tempo und die Genauigkeit bei den Arbeitsschritten gelobt. Inklusion erlebbar gemacht – nicht als Konzept, sondern im gemeinsamen Tun. Dabei entstanden wertvolle Einblicke und Begegnungen auf Augenhöhe.

Text: Barbara Eisvogel

Oberbürgermeister Markus Pannermayr sitzt an einem Arbeitsplatz in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Ein Mann mit Behinderung steht neben ihm und schaut ihn an.

Der Straubinger Oberbürgermeister Markus Pannermayr lässt sich die Arbeit von einem Beschäftigten erklären.

Das sagen unsere Bewohner und Mitarbeiter

Das Fachwissen gepaart mit großer Empathie und konkreter Hilfestellung ist das, was uns von der Einrichtung Gremsdorf überzeugte.

Stefan Bauerfeind

Vorsitzender Autismus Mittelfranken e.V.

Der Zusammenhalt vom Personal und den Bewohnern ist gut und wir sind ein gutes Team. Es werden viele Unternehmungen ermöglicht, z.B. Tierpark-, Schwimmbadbesuch oder Urlaubsmaßnahmen in Kleingruppen gemeinsam mit Personal, was mir sehr gut gefällt.

Markus Grundel

Bewohner

Die Struktur tut mir gut. Ich kann selbstständiger und freier sein. Ich werde hier unterstützt flexibler zu werden und mit schwierigen Situationen besser zurecht zu kommen.

Yves Gorman

Bewohner

In Gremsdorf haben wir von Anfang an eine besondere Wertschätzung uns Eltern gegenüber und vor allem die unvoreingenommene Akzeptanz unserer autistischen Tochter erfahren.

Sabine Laskowski

Mutter und rechtliche Betreuerin

In jedem Menschen steckt ein kreativer Geist. Mut zu haben, seine Träume und Wünsche zu verwirklichen weckt in uns wunderbares. Es gibt uns Selbstvertrauen und stärkt unsere Persönlichkeit.

Simone Meister

Mitarbeiterin

Die Barmherzigen Brüder bieten in familiärer Atmosphäre hochprofessionelle Arbeit mit Herz, bei der personenzentriert gutes und gelingendes Leben ermöglicht wird.

Andreas Dirnberger

Fachdienstleiter

Mitten ins Leben – Mitten im Leben, hier können Menschen mit Behinderung ein buntes, stimmiges und erfülltes Leben führen.

Josefa Schalk

rechtliche Betreuerin, Mitglied im Beirat der Einrichtung und im CBP-Angehörigenbeirat

Ich finde es schön hier in Reichenbach. Ich habe Freunde und auch einen festen Partner gefunden. Bei der Erfüllung meiner Wünsche (z.B. Discofahrten, Kochen) unterstützt mich das Personal, das gefällt mir gut.

Melanie Graf

Bewohnerin

Ich wohne schon seit dem Jahr 2000 in Reichenbach und bin somit schon eins der Urgesteine hier. Der Zusammenhalt zwischen Personal und Bewohner ist super und meine Wünsche und Bedürfnisse werden beachtet (z.B. Urlaubsmaßnahme in einem Wellnesshotel in Bad Füssing mit einer Rückenmassage). Ich freue mich immer, wenn Personal und Freunde da sind, bis ich ins Bett gehe und auch schon wieder da sind, wenn ich aufstehe.

Hans-Jürgen Karl

Bewohner

Jeder Mensch hat seine eigenen ganz besonderen Talente und Fähigkeiten, die er in der Werkstatt so wie er es möchte mit einbringen kann. Die Beschäftigten in der Werkstatt sind Experten mit Leidenschaft. Familiär ist nicht nur ein Wort, sondern wir leben es täglich, gemeinsam mit den Beschäftigten.

Christian Keilmann

Werkstattleiter

Wichtig ist mir eine ehrliche Kommunikation, besonders bei Problemen zwischen den Betreuern der Wohngruppe, den Mitarbeitenden, der Werkstatt und den Eltern bzw. Betreuern/Bevollmächtigten, um das Beste für den Bewohner zu erreichen.

Heidi Blöcher

Mutter

Die schönsten Momente sind die, wenn die Bewohner Offenheit, Wertschätzung und Direktheit zeigen. Es kommt viel von ihnen zurück. Als Heilerziehungspflegerin weiß man am Ende des Tages, wieso man in der Arbeit war. Es ist mehr als nur Geld verdienen. Man hat Abwechslung, weil kein Tag wie der andere ist. Es kann sich jeder mit seinen Stärken, Hobbys und Interessen einbringen. Wir gestalten gemeinsam ein Zuhause.

Tatjana Karl

Mitarbeiterin

Ich wohne schon 28 Jahre in Reichenbach. Es gefällt mir gut, weil man selbständiger werden kann. Ich habe dabei noch ein bisschen Probleme, aber die Mitarbeitenden unterstützen mich hierbei gut. Ich verstehe mich auch mit allen Bewohnern gut und das Gemeinschaftsgefühl ist super!

Andreas Devenich

Bewohner

In der Einrichtung fühlen sich die Bewohner zu Hause. Mein Wunsch wäre, eine noch bessere und effektive Zusammenarbeit zwischen der Einrichtung, Bewohner*innen, Angehörigen bzw. Betreuern und Beschäftigten.

Hans-Georg Blöcher

Vater und stellv. Vorsitzender Beirat am gemeinschaftlichen Wohnen

In Reichenbach herrscht stets freundliche und entspannte Atmosphäre. Das Miteinander der Bewohner, Mitarbeiter und Besucher ist geprägt von Herzlichkeit und Umsicht. Man kommt gerne hierher und weiß seine Liebsten in guten Händen. Da fällt das Weggehen leichter. Wertschätzung und Respekt, Förderung und Schutz, Gemeinschaft und Herzlichkeit machen Reichenbach zu einer zweiten Familie für unsere Liebsten, dafür bin ich sehr dankbar.

Monika Rivière

Mutter und rechtliche Betreuerin

Man hat gemeinsam Spaß, führt viele Gespräche, hört einander immer zu und hilft sich gegenseitig. Mitarbeiter und Bewohner sind gemeinsam ein super Team.

Dominik Roth

Bewohner

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