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Ein Weltrekordversuch als Volltreffer für die Inklusion

Die Squattwins Julia und Stephanie Mueller treten mit der Barmherzige Brüder Behindertenhilfe am vierten auf fünften Mai im 26 Stunden und 15 Minuten-Dauerkickern an.

Sie haben ein Tattoo, Teamgeist und Willensstärke: Julia und Stephanie Mueller. Ihren Fans und der aufmerksamen Öffentlichkeit sind sie als Squattwins, Superzwillinge oder Extremsportlerinnen bekannt. Und sie nutzen ihre Bekanntheit wie ihre Social Media-Reichweite wieder einmal für einen guten Zweck. Ihr Mittel: Weltrekorde. Ihr neuestes Projekt: Der längste Tischfußball-Marathon eines Duos gegen wechselnde gegnerische Teams. Dabei an ihrer Seite: Die Barmherzige Brüder Behindertenhilfe.

Mindestens 26 Stunden und 15 Minuten am Stück müssen die sportlichen Zwillinge diesmal ihre Handgelenke beim Tischfußball, auch Kickern genannt, glühen lassen und ihr Stehvermögen unter Beweis stellen; dann gehört ihnen der Erstrekord. Dazu eingeladen und herausgefordert werden sie von der Benedikt-Menni-Werkstatt in Gremsdorf. Diese ist Teil der Barmherzige Brüder Behindertenhilfe Mittelfranken. Hier entstehen von Hand und mit viel Herzblut Tischkicker – so auch das Modell, welches beim Weltrekordversuch zum Einsatz kommt.

Nach einem neuen „12 Stunden House Running“-Weltrekord im März stellen sich Julia und Stephanie Anfang Mai schon einer neuen rekordverdächtigen Herausforderung. Doch warum dreht sich diese um Tischfußball? „Weil es für Vielfalt, Teamgeist und Zusammenhalt steht! Tischfußball kennt fast jeder und kann von nahezu allen gespielt werden. Ob Groß oder Klein, Alt oder Jung, mit Einschränkung oder ohne. Mit Spannung und Action bringt es Menschen zusammen an einen Tisch.“ Rainer Güttler ist Schreinermeister und leitet die Kicker-Produktion in Gremsdorf. Er überwacht, dass das am 4. und 5. Mai verwendete Equipment den Standards des Sports entspricht.

Mit prominentem Interesse an den Tischfußball-Kästen haben er und Werkstattleiter Detlev Troll Erfahrung. Vergangenen Sommer waren die damalige Trainerin des DFB Frauenteams, Martina Voss-Tecklenburg, und ihr Trainerstab vor Ort, um sich für den individuellen Kicker im fränkischen EM-Trainingslager zu bedanken. Echte Profi-Arbeit also für professionelle Sportlerinnen.

Damit die Gegnerinnen und Gegner der Squattwins nicht zu schnell schlappmachen, werden sie beim Weltrekordversuch circa alle 30 Minuten ausgetauscht. Höchstens 60 Minuten muss beziehungsweise darf jedes Zweierteam (einmalig) gegen die Zwillinge antreten. Rund 50 Teams werden dafür gesucht. Die Rekordjägerinnen selbst können pro vollendete Stunde nur fünf Minuten pausieren. Die Duos, verraten die Mueller-Schwestern und Behindertenhilfe-Geschäftsführerin Ute Häußer, sind bunt gemischt. Es liegen bereits Zusagen von weiteren Prominenten, Influencern und Medienpartnern, der Barmherzigen Brüder sowie von örtlichen Vereinen vor. Letztere werden vor allem die sportlichen Nachtschichten übernehmen.

Für Aufmerksamkeit wird gesorgt. Auf ihrem Instagram-Kanal @Sqattwins werben Julia und Stephanie Mueller bei ihren mehr als 1,2 Millionen Followern bereits für ihr neuestes Projekt. Antenne Bayern wird live über den Rekordversuch berichten. Und der Weltrekord-Kickerkasten wird im Anschluss für einen guten Zweck versteigert.

Warum die beiden Frauen das machen? Ihr Tattoo verrät es: „Everything happens for a reason“ steht auf ihren Unterarmen. Alles hat einen Grund. Auch ihr Engagement für den hoffentlich bald sechsten Weltrekord, den sie in wenigen Wochen ihr eigen nennen können. Der lautet „Inklusion noch mehr in die Köpfe und Herzen der Menschen bringen“.

Das sagen unsere Bewohner und Mitarbeiter

Das Fachwissen gepaart mit großer Empathie und konkreter Hilfestellung ist das, was uns von der Einrichtung Gremsdorf überzeugte.

Stefan Bauerfeind

Vorsitzender Autismus Mittelfranken e.V.

Der Zusammenhalt vom Personal und den Bewohnern ist gut und wir sind ein gutes Team. Es werden viele Unternehmungen ermöglicht, z.B. Tierpark-, Schwimmbadbesuch oder Urlaubsmaßnahmen in Kleingruppen gemeinsam mit Personal, was mir sehr gut gefällt.

Markus Grundel

Bewohner

Die Struktur tut mir gut. Ich kann selbstständiger und freier sein. Ich werde hier unterstützt flexibler zu werden und mit schwierigen Situationen besser zurecht zu kommen.

Yves Gorman

Bewohner

In Gremsdorf haben wir von Anfang an eine besondere Wertschätzung uns Eltern gegenüber und vor allem die unvoreingenommene Akzeptanz unserer autistischen Tochter erfahren.

Sabine Laskowski

Mutter und rechtliche Betreuerin

In jedem Menschen steckt ein kreativer Geist. Mut zu haben, seine Träume und Wünsche zu verwirklichen weckt in uns wunderbares. Es gibt uns Selbstvertrauen und stärkt unsere Persönlichkeit.

Simone Meister

Mitarbeiterin

Die Barmherzigen Brüder bieten in familiärer Atmosphäre hochprofessionelle Arbeit mit Herz, bei der personenzentriert gutes und gelingendes Leben ermöglicht wird.

Andreas Dirnberger

Fachdienstleiter

Mitten ins Leben – Mitten im Leben, hier können Menschen mit Behinderung ein buntes, stimmiges und erfülltes Leben führen.

Josefa Schalk

rechtliche Betreuerin, Mitglied im Beirat der Einrichtung und im CBP-Angehörigenbeirat

Ich finde es schön hier in Reichenbach. Ich habe Freunde und auch einen festen Partner gefunden. Bei der Erfüllung meiner Wünsche (z.B. Discofahrten, Kochen) unterstützt mich das Personal, das gefällt mir gut.

Melanie Graf

Bewohnerin

Ich wohne schon seit dem Jahr 2000 in Reichenbach und bin somit schon eins der Urgesteine hier. Der Zusammenhalt zwischen Personal und Bewohner ist super und meine Wünsche und Bedürfnisse werden beachtet (z.B. Urlaubsmaßnahme in einem Wellnesshotel in Bad Füssing mit einer Rückenmassage). Ich freue mich immer, wenn Personal und Freunde da sind, bis ich ins Bett gehe und auch schon wieder da sind, wenn ich aufstehe.

Hans-Jürgen Karl

Bewohner

Jeder Mensch hat seine eigenen ganz besonderen Talente und Fähigkeiten, die er in der Werkstatt so wie er es möchte mit einbringen kann. Die Beschäftigten in der Werkstatt sind Experten mit Leidenschaft. Familiär ist nicht nur ein Wort, sondern wir leben es täglich, gemeinsam mit den Beschäftigten.

Christian Keilmann

Werkstattleiter

Wichtig ist mir eine ehrliche Kommunikation, besonders bei Problemen zwischen den Betreuern der Wohngruppe, den Mitarbeitenden, der Werkstatt und den Eltern bzw. Betreuern/Bevollmächtigten, um das Beste für den Bewohner zu erreichen.

Heidi Blöcher

Mutter

Die schönsten Momente sind die, wenn die Bewohner Offenheit, Wertschätzung und Direktheit zeigen. Es kommt viel von ihnen zurück. Als Heilerziehungspflegerin weiß man am Ende des Tages, wieso man in der Arbeit war. Es ist mehr als nur Geld verdienen. Man hat Abwechslung, weil kein Tag wie der andere ist. Es kann sich jeder mit seinen Stärken, Hobbys und Interessen einbringen. Wir gestalten gemeinsam ein Zuhause.

Tatjana Karl

Mitarbeiterin

Ich wohne schon 28 Jahre in Reichenbach. Es gefällt mir gut, weil man selbständiger werden kann. Ich habe dabei noch ein bisschen Probleme, aber die Mitarbeitenden unterstützen mich hierbei gut. Ich verstehe mich auch mit allen Bewohnern gut und das Gemeinschaftsgefühl ist super!

Andreas Devenich

Bewohner

In der Einrichtung fühlen sich die Bewohner zu Hause. Mein Wunsch wäre, eine noch bessere und effektive Zusammenarbeit zwischen der Einrichtung, Bewohner*innen, Angehörigen bzw. Betreuern und Beschäftigten.

Hans-Georg Blöcher

Vater und stellv. Vorsitzender Beirat am gemeinschaftlichen Wohnen

In Reichenbach herrscht stets freundliche und entspannte Atmosphäre. Das Miteinander der Bewohner, Mitarbeiter und Besucher ist geprägt von Herzlichkeit und Umsicht. Man kommt gerne hierher und weiß seine Liebsten in guten Händen. Da fällt das Weggehen leichter. Wertschätzung und Respekt, Förderung und Schutz, Gemeinschaft und Herzlichkeit machen Reichenbach zu einer zweiten Familie für unsere Liebsten, dafür bin ich sehr dankbar.

Monika Rivière

Mutter und rechtliche Betreuerin

Man hat gemeinsam Spaß, führt viele Gespräche, hört einander immer zu und hilft sich gegenseitig. Mitarbeiter und Bewohner sind gemeinsam ein super Team.

Dominik Roth

Bewohner

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