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Mit 40 Jahren nochmal die Schulbank drücken?

Industriekauffrau Stephanie Birzer besucht seit September die Fachschule

Kann aus einer Industriekauffrau und Buchhaltungsfachkraft eine Heilerziehungspflegerin werden? Die Antwort darauf hat Stephanie Birzer (40), die seit September an der Fachschule für Heilerziehungspflege lernt. „Für mich geht jetzt ein Traum in Erfüllung“, lacht sie. Darauf hat sie viele Jahre gewartet. Ihr Plan war schon immer, dass sie nach ihrer Elternzeit auf jeden Fall wieder berufstätig sein will. Als dann die Kleinste mit drei Jahren ins Reichenbacher Kinderhaus ging, hat sie sich 2013 in der Einrichtung als Pflegehelferin beworben. „Ich war dann erst zwei Wochen in der Förderstätte zum Probe arbeiten, drei Monate als Krankheitsvertretung in der Johann von Gott-Werkstatt und dann zehn Jahre im Wohnangebot Sebastian“, erinnert sie sich an ihre Stationen.

Und dann mit 40 Jahren nochmal die Schulbank drücken? „Ja“, sagt sie voll überzeugt. Die Begleitung der Bewohnerinnen und Bewohner ist für sie eine Bereicherung, so dass der Wunsch zur professionellen Ausbildung immer mehr gereift ist. „Meine ganze Familie steht hinter mir“, beschreibt sie deren Reaktionen, als sie ihren Plan endgültig vorstellt. Gatte Michael sowieso, genauso wie Jan (17), Celina (16) und Emely (13).

„Es ist so eindrucksvoll, was man täglich immer wieder zurückbekommt“, strahlt sie und erzählt von einem Kinobesuch, den sie für eine Bewohnerin im Rollstuhl organisiert hat. Sie waren zur Premiere des neuen Eberhofer-Krimis Rehragout in Nittenau. Popcorn, Cola und Leberkässemmel – ein Premierengeschenk – gehörten selbstverständlich dazu. „Angelika war absolut überwältigt und begeistert“, zumal es auch noch der allererste Kinobesuch ihres Lebens war.

„Ich hab‘ dich schon vermisst.“ Wenn man so herzlich begrüßt in den Arbeitstag startet, freut man sich ganz einfach. Für sie sind es auch die vielen kleinen berührenden Momente und Situationen, die den Beruf so wertvoll machen. Und nicht nur für sie: Celina will gleich nach dem Realschul-Abschluss in die Fußstapfen ihrer Mama treten und Heilerziehungspflegerin werden.

Zum Bild: Was gibt’s eigentlich am Sonntagnachmittag zum Kaffee? Stephanie Birzer blättert mit einem Bewohner dafür verschiedene Rezepte durch: Käsekuchen!

Das sagen unsere Bewohner und Mitarbeiter

Das Fachwissen gepaart mit großer Empathie und konkreter Hilfestellung ist das, was uns von der Einrichtung Gremsdorf überzeugte.

Stefan Bauerfeind

Vorsitzender Autismus Mittelfranken e.V.

Der Zusammenhalt vom Personal und den Bewohnern ist gut und wir sind ein gutes Team. Es werden viele Unternehmungen ermöglicht, z.B. Tierpark-, Schwimmbadbesuch oder Urlaubsmaßnahmen in Kleingruppen gemeinsam mit Personal, was mir sehr gut gefällt.

Markus Grundel

Bewohner

Die Struktur tut mir gut. Ich kann selbstständiger und freier sein. Ich werde hier unterstützt flexibler zu werden und mit schwierigen Situationen besser zurecht zu kommen.

Yves Gorman

Bewohner

In Gremsdorf haben wir von Anfang an eine besondere Wertschätzung uns Eltern gegenüber und vor allem die unvoreingenommene Akzeptanz unserer autistischen Tochter erfahren.

Sabine Laskowski

Mutter und rechtliche Betreuerin

In jedem Menschen steckt ein kreativer Geist. Mut zu haben, seine Träume und Wünsche zu verwirklichen weckt in uns wunderbares. Es gibt uns Selbstvertrauen und stärkt unsere Persönlichkeit.

Simone Meister

Mitarbeiterin

Die Barmherzigen Brüder bieten in familiärer Atmosphäre hochprofessionelle Arbeit mit Herz, bei der personenzentriert gutes und gelingendes Leben ermöglicht wird.

Andreas Dirnberger

Fachdienstleiter

Mitten ins Leben – Mitten im Leben, hier können Menschen mit Behinderung ein buntes, stimmiges und erfülltes Leben führen.

Josefa Schalk

rechtliche Betreuerin, Mitglied im Beirat der Einrichtung und im CBP-Angehörigenbeirat

Ich finde es schön hier in Reichenbach. Ich habe Freunde und auch einen festen Partner gefunden. Bei der Erfüllung meiner Wünsche (z.B. Discofahrten, Kochen) unterstützt mich das Personal, das gefällt mir gut.

Melanie Graf

Bewohnerin

Ich wohne schon seit dem Jahr 2000 in Reichenbach und bin somit schon eins der Urgesteine hier. Der Zusammenhalt zwischen Personal und Bewohner ist super und meine Wünsche und Bedürfnisse werden beachtet (z.B. Urlaubsmaßnahme in einem Wellnesshotel in Bad Füssing mit einer Rückenmassage). Ich freue mich immer, wenn Personal und Freunde da sind, bis ich ins Bett gehe und auch schon wieder da sind, wenn ich aufstehe.

Hans-Jürgen Karl

Bewohner

Jeder Mensch hat seine eigenen ganz besonderen Talente und Fähigkeiten, die er in der Werkstatt so wie er es möchte mit einbringen kann. Die Beschäftigten in der Werkstatt sind Experten mit Leidenschaft. Familiär ist nicht nur ein Wort, sondern wir leben es täglich, gemeinsam mit den Beschäftigten.

Christian Keilmann

Werkstattleiter

Wichtig ist mir eine ehrliche Kommunikation, besonders bei Problemen zwischen den Betreuern der Wohngruppe, den Mitarbeitenden, der Werkstatt und den Eltern bzw. Betreuern/Bevollmächtigten, um das Beste für den Bewohner zu erreichen.

Heidi Blöcher

Mutter

Die schönsten Momente sind die, wenn die Bewohner Offenheit, Wertschätzung und Direktheit zeigen. Es kommt viel von ihnen zurück. Als Heilerziehungspflegerin weiß man am Ende des Tages, wieso man in der Arbeit war. Es ist mehr als nur Geld verdienen. Man hat Abwechslung, weil kein Tag wie der andere ist. Es kann sich jeder mit seinen Stärken, Hobbys und Interessen einbringen. Wir gestalten gemeinsam ein Zuhause.

Tatjana Karl

Mitarbeiterin

Ich wohne schon 28 Jahre in Reichenbach. Es gefällt mir gut, weil man selbständiger werden kann. Ich habe dabei noch ein bisschen Probleme, aber die Mitarbeitenden unterstützen mich hierbei gut. Ich verstehe mich auch mit allen Bewohnern gut und das Gemeinschaftsgefühl ist super!

Andreas Devenich

Bewohner

In der Einrichtung fühlen sich die Bewohner zu Hause. Mein Wunsch wäre, eine noch bessere und effektive Zusammenarbeit zwischen der Einrichtung, Bewohner*innen, Angehörigen bzw. Betreuern und Beschäftigten.

Hans-Georg Blöcher

Vater und stellv. Vorsitzender Beirat am gemeinschaftlichen Wohnen

In Reichenbach herrscht stets freundliche und entspannte Atmosphäre. Das Miteinander der Bewohner, Mitarbeiter und Besucher ist geprägt von Herzlichkeit und Umsicht. Man kommt gerne hierher und weiß seine Liebsten in guten Händen. Da fällt das Weggehen leichter. Wertschätzung und Respekt, Förderung und Schutz, Gemeinschaft und Herzlichkeit machen Reichenbach zu einer zweiten Familie für unsere Liebsten, dafür bin ich sehr dankbar.

Monika Rivière

Mutter und rechtliche Betreuerin

Man hat gemeinsam Spaß, führt viele Gespräche, hört einander immer zu und hilft sich gegenseitig. Mitarbeiter und Bewohner sind gemeinsam ein super Team.

Dominik Roth

Bewohner

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Fachschulen

Fachschulen für Heilerziehungspflege

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