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AKTION T4

“Es ist wichtig, die Verbrechen der NS - Euthanasie aufzuarbeiten und die Erinnerung daran wach zu halten, damit sich die Geschichte niemals wiederholt.“ (Dr. Pühringer, Landeshauptmann von Oberösterreich 1995 bis 2017)

Straubing

„Gedenken und Mahnen“ lautet der Titel verschiedener Bildungsangebote für Menschen mit Behinderung und Mitarbeitende in Niederbayern.

Dabei ist es den Verantwortlichen wichtig, dass zwei Aspekte beachtet werden: Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus; auch in Straubing kamen viele Menschen um, wurden in die Tötungsanstalt nach Hartheim gebracht oder starben in Bezirkskliniken. Mahnen, damit dies nicht mehr passiert.

Dazu finden in Straubing verschiedene Aktionen statt. Seit einigen Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit mit der FOS/BOS. Im Rahmen dieses Kontaktes fand 2019 ein Projekt zu diesem Themenbereich statt. Schüler:innen des Zweiges „Gestaltung“ setzten sich mit der NS-Zeit auseinander und gestalteten Gedenktafeln, die heute im sogenannten „Pulverturm“, dem zentralen Gedenkort der Stadt Straubing, hängen. Das Triptychon aus drei Bronzetafeln trägt die Namen von 130 Menschen mit Behinderung, die ermordet wurden.

Menschen bekamen dadurch einen Platz und einen Namen. Gestaltet von jungen Frauen, die mit ihrer Arbeit dazu beitragen, dass Menschen in der Stadt nicht vergessen werden.

Zudem befindet sich am Gelände der Behindertenhilfe Niederbayern ein Denkmal "Spiegel". Welches in ähnlicher Form auch in Hartheim zu finden ist. Der Spiegel soll uns ermutigen hineinzuschauen, die Menschen darin zu zu erkennen, oder auch als verschwommene Strukturen der Vergangenheit wahrzunehmen. Man könnte darin Personen erkennen, die sich austauschen, zudem ist das christliche Symbol des Kreuzes symbolisiert. Es regt zu Fragen an: Was kann ich selbst verändern? Was kann ich tun, damit soetwas nicht mehr passiert und wie kann ich die Inklusion weiter fördern? Dieser besondere Ort des Gedenkens wurde von Menschen mit Behinderung, Mitarbeitenden und Führungskräften entwickelt und umgesetzt.

 

ein gefaltetes Stück weißes Papier - darauf in schwarzer Schrift Namen von Menschen, die in Hartheim bei Linz ermordet wurden
Bild eine schwarzen dreiteiligen Relieftafel an der Wand der Gedenkstätte Hartheim bei Linz

Bilder Referenzen: 

Reichenbach - Fotos: Urlich Doblinger

Straubing - Fotos: Barbara Eisvogel und Katharina Werner

Gremsdorf - Foto: Milena Feigenbaum